Meine Mantis sind jetzt doch noch ziemlich groß geworden. In den
letzten drei Wochen haben sie sich dreimal gehäutet und sind immer noch
nicht adult (sie haben zwar schon kleine Stummelflügel, aber die sollten
beim ausgewachsenen Tier bis zum Hinterleibsende reichen). Jedenfalls hat
sich das Weibchen gestern wieder gehäutet und QoH und ich mussten
Geburtshelfer spielen, weil das doch sehr schwere Tier mitten im Vorgang
auf den Boden krachte, wo es wehrlos zwischen den Futtergrillen lag, die
einem frischen, noch nicht ausgehärteten Chitinpanzer bösen Schaden
zufügen können. Links/zuerst pumpt sich das Tier nach dem Ausschlüpfen
mit Luft auf, um die neue Hülle in Form zu bringen. Auf dem zweiten Foto
ist sie schon einigermaßen ausgehärtet und ruht sich auf meiner Hand
aus. Ja, so große Insekten kann man auch mal richtig in die Hand
nehmen kuscheln. ;-)
Interessantes Detail am Rande: Angeblich
haben die Mantis jeweils einige Zeit nach der Häutung eine
Prägungsphase, in der sie die Farbe ihrer aktuellen Umgebung
annehmen. Ich habe diesmal das (seit einigen Wochen strohfarbene)
Weibchen zwischen rosafarbenen und orangenen Psychologiebüchern vom
Häuten ausruhen lassen, und hinterher auf eine prächtige, rote Begonie
von QoH gesetzt, und sie hat tatsächlich eine leichte Rosafärbung
angenommen. Faszinierend!
Wie zu erwarten war, hagelte es nach dem Hirn&Titten-Link Watschen von
all den netten, hübschen und intilligennten Frauen, die mein Leben
bestimmen. (Stimmt gar nicht...)
Daher denke ich, es ist Zeit für eine kleine Gegendarstellung
Frausein und Intelligenz schließen sich nicht
gegenseitig aus! (Ohgoddogodogod... Muss ich das wirklich sagen? Das ist albern!)
Der von mir verlinkte Cartoon, der geeignet
war, so verstanden zu werden, war ein Wihitz! Tatsächlich ist s
oft gerade umgekehrt: Ich habe im echten Leben schon Frauen und Männer
getroffen, von denen der/die eine viel schlauer war, als der/die andere!
Auch und gerade Männer können dumm sein! (Natürlich nicht genauso
dumm… eher anders dumm.)
Ich habe nach reiflicher Überlegung beschlossen, es mit Christoph
Schlingensief zu halten: Ich halte überhaupt nichts davon, bestimmte
Ziel- und Randgruppen sakrosankt zu sprechen, sondern finde das sogar
sehr gefährlich, wohingegen ein guter Witz meiner Ansicht nach geeignet
ist, Integration und gegenseitiges Verstehen zu fördern, indem er
falsche Vorstellungen und Vorurteile überspitzt formuliert. Allerdings
habe ich mal wieder unterschätzt, wieviel eindimensionale Dumpfbacken es
im Netz gibt, obwohl mir das beim Googlen nach speziell diesem Cartoon
aus den Augenwinkeln störend aufgefallen ist.
Zur Versöhnung der wahrscheinlich beste Blondienenwitz der Welt:
| Zwei pigmentstärkentechnisch
herausgeforderte Kolleginnen fahren jeden Morgen in der U-Bahn zusammen
zur Arbeit, und lesen dabei Zeitung, meistens taz oder Emma.
Aber eines Morgens packt die eine plötzlich eine Bild-Zeitung und den
Playboy aus, und beginnt interessiert zu lesen.
B1: "Was ist denn mit Dir los, warum ziehst Du Dir so eine reaktionäre
Scheiße rein?"
B2: "Ach weißt Du, ich bin es einfach leid, Patriarchat, Sexismus,
schlechte Bezahlung bei gleicher Leistung, verbale Gewalt gegen Frauen,
und das soll ich mir jeden Morgen antun? Schau mal, hier steht, daß ich
dank meiner Haarfarbe jeden beliebigen Millionär heiraten kann, der mir
über den Weg läuft, und von Geburt an mit einem untrüglichen Gespür
für richtig guten Sex gesegnet bin. Das stimmt zwar nicht, aber
es liest sich wesentlich angenehmer!" |
(Der vorletzte Satz klingt so ein bischen nach §176.
Note to self: Gegendarstellung schreiben!)