Thu, 10 Aug 2006
Drogen sind _so_ gefährlich!
Eine britische Studie (PDF) hat die meistkonsumierten Rauschgifte nach
ihren tatsächlichen Gesundheitsgefahren klassifiziert, und vergleicht
dies mit der aktuell in England angewandten strafrechtlichen
Einstufung. (BBC-Artikel
zum Thema)
(via MAPS mailing list)
Thu, 27 Jul 2006
Free Pastor David!
"Pastor" David Schlesinger hat in der Schweiz eine religiöse
Gemeinschaft gegründet, die die Einnahme psychoaktiver Pilze als ihr
Sakrament versteht. Am 8. Juni wurde er von Schweizer Polizisten
verhaftet und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.
Ich möchte hier nicht dikutieren, ob Pilze mithilfe irgendwelcher
rechtlichen Finten des EU-Rechts als Lebensmittel bezeichnet werden
müssen, oder durch einen Verfahrensfehler
im Anmeldeverfahren der UN-Convention fälschlich im BtmG gelandet
sind.
Fakt ist, dass Pilze und ihre Wirkstoffe genauso wie andere
Halluzinogene und Empathogene im BtmG nichts zu suchen haben, wie auch
das Einschätzungsverfahren des niederlaendischen Gremiums CAM, das sich
mit dem nationalen Verbot neuer Drogen beschaeftigt, in ihrer Studie zu
Rauschpilzen 2001 festgestellt hat:
1. Zusammenfassung
Das „Coördinatiepunt Assessment en Monitoring nieuwe drugs“
(CAM) hat eine Risikoabschätzung für psychotrope Pilze, die die
wirksamen Stoffe Psilocin und Psilocybin beinhalten, durchgeführt.
Da keine Rede von körperlicher und geistiger Abhängigkeit sein kann,
weil die akute Toxizität größtenteils auf mögliche Panik- oder
Angstanfälle eingeschränkt bleibt und unter dem Gesichtspunkt von
chronischer Toxizität höchstens das Auftreten von sog.
„Flashbacks“
genannt werden kann, ist der Gebrauch von Zauberpilzen unter dem Strich
kein Risiko für die
individuelle Gesundheit.
Das Produkt [an sich] ist im Gegensatz zu Gebrauchsinformationen relativ
einfach zu
bekommen. Der Qualität des Produkts ist nicht zu trauen und das
Qualitätswissen der Produktverkäufer fehlt größtenteils. Bedenkt
man dies, ist die Häufigkeit und der Ernst von Unfällen im Vergleich
zum Gebrauchsumfang gering. Das Risiko für die Volksgesundheit wird
deswegen als gering
eingeschätzt.
Das Mittel beeinflusst das Reaktionsvermögen des Gebrauchers (u.a. im
Verkehr) negativ, es kann aber nicht die Rede von einer Steigerung der
Gewaltbereitschaft des Gebrauchers sein. Da der Gebrauch meistens zu
Hause oder in der freien Natur stattfindet, entsteht keine Belastung für
Mitmenschen. Das Risiko für die öffentliche Ordnung wird daher als
gering eingeschätzt.
Es besteht kein Risiko der Zusammenarbeit [der Produktverkäufer] mit der
kriminellen Szene. Höchstens haben einige Individuen aus dem
Smartshop-Bereich Verbindungen zum „Designerdrugs“-
Millieu.
Im Vergleich mit anderen Substanzen, für die das CAM Risikoschätzungen
erstellt hat (MDBD, MTA und GHB), platzieren sich die Pilze auf der
Risikoskala relativ weit unten.
Angesichts des vorher Geschriebenen empfiehlt das CAM, einen
Qualitätsmaßstab für Zauberpilze (u.a. Standardisierung, Sauberkeit
und Etikettierung) und für den Handel von Zauberpilzen (unter anderem
verantwortungsvolle Informationsbeigabe) zu erstellen und damit auch zu
fördern, dass Zauberpilze kontrolliert erhältlich sind. Das Ergebnis
der Risikoeinschätzung ergibt keine Notwendigkeit für ein gesetzliches
Verbot von Zauberpilzen.
(Quelle:
http://www.gruene-drogenpolitik.de/CAM_de.pdf, (allerdings, hihi,
aus dem Holländischen übersetzt von einem gewissen David Schlesinger.
Hat mal einer das NL-Original? Der Link beim
Trimbos Instituut tuut nicht...))
(Meiner Ansicht nach kann man dieses Argument auf die meisten
klassischen Halluzinogene wie LSD und Meskalin sowie die Empathogene vom
MDMA-Typus anwenden. Bei der offensichtlichen Falscheinschätzung von
MBDB (1-benzodioxolyl-2-methylamino-butan), das etwas softer als MDMA wirkt hatte die CAM wohl
einen schlechten Tag...)
Jemanden 50 Tage lang in U-Haft sitzen zu lassen, weil er diesen
offensichtlichen Fehler der Drogengesetzgebung bekämpft, ist eine
Sauerei und Verletzung der Menschenrechte!
Mon, 24 Jul 2006
Wetter im Second Life
(2/10/06) On the server side clouds are generated by a cellular-automata
algorithm on a grid that uses the values at nearest neighbors to generate the
probability of transitions from between some small number of states like:
(clear, cloudy, very_cloudy, raining). Each simulator has an 18x18 grid of
cloud cells. The boundary values of the cloud grid is transmitted to neighbor
sims, which make up the 1st and 18th rows/columns of the grid. Although it
doesn't rain in SL, the 'raining' state is used to indicate that the cell is
about to transition to 'clear'. The distribution of moisture is then
transmitted to the client which is used to distribute the cloud particles
within that region. On the client side, clouds are rendered as particles.
(http://secondlife.com/badgeo/wakka.php?wakka=weather)
Ich liebe es. Was ich nicht liebe, ist diese komische Scriptsprache: Die Linden Scripting
Language irgendeine Mischung aus Perl und PHP, mit "starker Typisierung",
gespickt mit globalen Funktionsnamen (fangen alle mit "ll" an), globalen
Konstanten, und anderm Scheiss.
Ausserdem dachte ich am Anfang, es laufen nur Ziegen rum und man muss fuer
alles bezahlen. Aber jetzt, wo ich Geld habe, habe ich auch den GNUbie-Shop
entdeckt. ;-)
Und jeden Tag kommen irgendwelche Leute vorbei und wollen
sich mein cooles Haus ansehen, das ich selber entworfen und gebaut habe,
komplett mit auf Zuruf abtönaren Scheiben. ;-)
Tue, 11 Jul 2006
Strato Power VServer
In seinem grenzgenialen Werk Fleisch ist mein
Gemüse schreibt der Protagonist sinngemäß, daß man bis 40
durchhalten müsse, um einigermaßen sicher zu sein, nicht mehr der
geistigen Umnachtung anheimzufallen. Da ich morgen einen der letzten
Schritte näher an diese Zwischenetappe ranquante, habe ich mir heute
einfach mal zeitig was zum Geburtstag gegönnt, einen neuen VServer, diesmal
beim Platzhirsch Strato.
(Eigentlich wollte ich ja einfach meinen Xantron-Server aufstocken, aber die
haben über einen Monat lang nicht auf Mails an Support geantwortet, und
in den letzten Tagen war mein ganzer Server bei denen down, also habe ich
einfach mal kurzerhand den Zidane gemacht.
Ein Problem gibt es aber bei der Sache: Während Xantron mittlerweile
sogar Gentoo als Betrübssystem
anbietet (damals habe ich noch einen Bootstrap auf Sarge per Hand machen
müssen), hat man bei Strato die Wahl zwischen SuSE Linux 9.3 mit und
Susi ohne Plesk. Was auch immer das wieder ist... *bg*
Es gibt eine Anleitung
zur Umstellung von Susi auf Debian, in der keine
besonderen Vorkommnisse stattfinden (dankenswerterweise kann man bei
Strato ein Rettungssystem booten, das die eigentliche Rootpartition
mountet, also kann man prima darin rumfuhrwerken). Und weil das alles so
einfach klang, und ich endlich mal ein paar GigaByte im Netz rumliegen
habe, habe ich kurzerhand eine Gentoo-Installation gestartet. Auf die
Einbindung des Virtuozzo-Netzwerk- und Raidtreibers bin ich schon sehr
gespannt... %-)
More to follow...
Fri, 07 Jul 2006
Entertainment on Demand
Ich lege auf meiner Heimbox meine Audiodaten und Filme in einem
geeigneten HTTP-Verzeichnis ab. Wenn ich nun mein Nokiachen dabei habe,
und irgendwo WLAN finde, kann ich Filme und Audio herbeistreamen, wie ich
lustig bin.
Die Filme werden vorher mit dem praktischen 770-encode.pl auf mpeg4
und geeignete Bandbreite/Auflösung/Seitenverhältnis transkodiert.
Es ist ein bischen nervig, dass immer die Gerätesperre nach 10
Minuten einsetzt, das erinnert mich nostalgisch an die Anfänge von mplayer und
xscreensaver...
Sun, 21 May 2006
Rlocate, Gamin-Server, Doodle und der Rest
Eine der doofsten Sachen an Linux ist, wenn morgens updatedb losgeht.
(Oder zu sonst einer vermeintlich ungenutzten Tageszeit.) Aber es gibt
Abhilfe: rlocate holt sich
die Information, dass irgendwo neue Dateien aufgeschlagen sind, von
jemandem, der es weiss, dem Kernel, und zwar nicht einmal am Tag mit viel
Festplattengerödel, sondern kontinuierlich. (Das hat den Vorteil, dass
man neue Dateien sofort locaten kann, und nicht erst irgendwann.) Dann
könnte man diese Dateien aber auch gleich nach Inhalt indizieren
(indexieren?). Das macht doodle. gamin ist der Daemon,
der die Änderungsmeldungen dem Userspace rüberreicht. Und der hat auch
ein Python-Interface.
Mehr wird in dieser Folge nicht verraten, in 06:35 geht der
Flieger nach Napoli.
Jipjip!
Aber: Denkt mal drüber nach!!1! :^) (Und auf libextractor
0.5.14 updaten!)
Mon, 15 May 2006
6 Goldene Regeln zum MTA
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, und ich betreibe auch zur
Zeit gar keinen Imperialen SternenkreuzerMailserver,
aber trotzdem ist das eine gute Checkliste und sei es nur zum
Überprüfen der eigenen Konsequenz:
- Zensiere niemals die Inhalte des Mailbodies! Eine Mailzensur
findet NICHT statt!
- Erkenne Spam anhand technischer Mailmerkmale oder durch Auswertung
mittels KI-Algos, externer Dienste wie Spamcop, OpenSPF etc.
- Benutze SpamAssassin oder/und Bogofilter (bzw. vergleichbare
Tools) nur zur Bewertung der "Spammigkeit" der Mail!
- Überlasse die "Drecksarbeit" (das Verwerfen / Löschen der Mails)
dem Mailbenutzer oder wenigsten einem anderen Milter-Programm!
(Verrate Deinen Benutzern, dass die meisten Mailprogramme
Filterregeln unterstützen...)
- Willst Du etwas wegwerfen, dann melde dem Absender einen Fehler!
"Stilles Verwerfen" (Access-Regel DISCARD) ist nicht nur fies,
sondern kann rechtliche Bauchschmerzen bewirken!
- Technisch "kaputte" oder virenverseuchte Mails muss sich kein
Provider / Dienstleister etc. gefallen lassen! Hier gilt: Hau wech
den Sch**ß!
- Durchsucht die angehenden UND die ausgehenden Mails mit Programmen
wie amavis oder/und AntiVir Mailgate nach Viren! Schickt hierbei
keine "Sie haben einen Virus"-Nachrichten zum Absender und auch nicht
zum Empfänger
Jetzt muss ich aber wirklich mal rblcheck aus der .procmailrc zum Laufen
bringen!
(Quelle: The notorious Heise-Forum)
Thu, 11 May 2006
Radio in Berlin?
Wie? Hörbare Musik im Berliner Äther?
Ich fand das auch eine absurde Idee, als mir das neulich im ICE zwischen
Wolfsburg und Berlin (don't ask) geheimtippt wurde...
Der Tip heißt Motor FM, eine
Gemeinschaftsproduktion des Plattenlabels Motor Music (Element
of Crime, Rammstein, Phillip Boa) und der Netzzeitung. Wot?
Die Geschichte des Gründers Tim Renner
liest sich ebenfalls sehr interessant, er hackte sich einstmals als
investigativer Musikjournalist bei Polydor ein, um über die
Machenschaften der musikverarbeitenden Industrie zu berichten, wurde aber
anstattdessen Leiter der Progressive-Abteilung. Verließ den Konzern wieder,
nachdem nicht mehr genug Mittel für local acts bereitgestellt
wurden, und gründet jetzt lieber sein eigenes Medienimperium. Ach ja:
"[..] Motor arbeitet an einer Zukunft, in der sich der
Radiohörer jederzeit spontan und legal seine Songs aus dem Radio
herunterladen kann. Songs von Künstlern, die nicht mehr in großen
Konzernen, sondern über viele kleine Firmen, die sie selbst
kontrollieren, ihre Rechte ganzheitlich wahrnehmen."
Naja, sowas ist wohl gerade angesagt bei $ZIELGRUPPE. ;-)
Der Online-Stream war etwas knifflig (komischer proprietäerer
Flash-Player), aber mit http://213.200.64.231/motorfm$livestream.wma klappt es erstmal.
Weniger Regeln = Mehr Sicherheit
Das Konzept "Shared
Space" eines niederländischen Verkehrsplaners sorgt
im Staßenverkehr für mehr Sicherkeit -- indem es en Teilnehmern die
vermeintliche Sicherheit entzieht.
(via: blog.feiner-fug.net)
Wed, 03 May 2006
Dass ich das noch erleben durfte...
Im neuen tin (1.8.2) gehen die Umlaute trotz UTF-8-Konsole...
Mon, 03 Apr 2006
Haschgiftspritzer, Bombenleger ...
"[..]Aus diesem Grunde kann davon ausgegangen werden,
dass die Verwendung eines von uns nicht zerifizierten Betriebssystems zum
beschriebenen Schaden geführt hat. Ein Garantieanspruch ist damit leider
erloschen."
Jetzt wissen wir es endlich: Die Die
agressive Schreibtechnik des antiimperialistischen Schweinesystems killt arme,
unschuldige Festplatten!
(via: Software-Guide
via: Hostblogger
via: Fuckup.
Uff.)
Tue, 07 Feb 2006
Epic 2014
Eine kurze Utopie des Netzes. Ausgehend von der Historie der paar
relevanten Player (google, amazon usw.) wird der Status Quo noch ein paar Jahre in
die Zukunft extrapoliert.
Ergebnis: Die traditionelle Presse kann mit der emsigen Filterarbeit
der data miner nicht gleichziehen, Bloggerbienen uebernehmen die
Quellenarbeit, durch Ranking und Zielgruppenschubladen werden fuer jeden
$USER die (ihm) passenden Informationen on by demand gebuendelt. 2014
zieht sich die New York Times
schmollend aus dem Netz auf das baummassakerische Altenteil zurueck.
KLICK MICH. (Flash, ca.
8 Minuten)
Fri, 30 Sep 2005
Decided, not to trust you
Tue, 01 Feb 2005
Ieh Äh!
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Ja, das ist
mir egal. Wie sagte Santer damals im Schatz im Silbersee: Das Beste, was
man manchen Softwareprodukten aus dem Hause Microsoft wünschen kann, ist
ein kurzer, schmerzloser Tod.. (Oder so ähnlich.) Aber natürlich
kann man Krätze auch zu
einer Stilrichtung der Body Modification umdefinieren, um mal eine
dermatologische Analogie heraufzubeschwören...
Get Firefox!
Thu, 06 Jan 2005
Hey, Hey 16k!