finux blox
st1 when borderlin'n'

Thu, 03 Aug 2006

Nur wenige Minuten vor dem GAU

Ist doch nett, wenn man seine Informanten im Ökoinstitut hat...

Vor einer Woche kam es zu einer Beinahe-Katastrophe im schwedischem Atomreaktor Forsmark I. Nach einem Kurzschluss fielen dort mehrere Sicherheitssysteme aus. Ein Reaktorkonstrukteur hält es für Zufall, dass keine Kernschmelze erfolgte
AUS STOCKHOLM REINHARD WOLFF

Europa ist womöglich haarscharf an einem neuen Tschernobyl vorbeigeschlittert. Der Reaktor 1 des schwedischen AKW Forsmark nördlich von Stockholm war wegen eines Kurzschlusses mit anschließendem Stromausfall beinahe unkontrollierbar geworden. Gleich verschiedene Sicherheitssysteme funktionierten nicht wie vorgesehen.

"Es war ein reiner Zufall, dass es zu keiner Kernschmelze kam." Das behauptet jetzt ein Mann, der es wissen sollte. Lars-Olov Höglund, der als langjähriger Chef der Konstruktionsabteilung des schwedischen Vattenfall-Konzerns für deren Atomkraftwerk in Forsmark zuständig war und den in Frage stehenden Reaktor in- und auswendig kennt. "Das ist die gefährlichste Geschichte seit Harrisburg und Tschernobyl", erklärte er am Mittwoch im Stockholmer Svenska Dagbladet.

Begonnen hatte die Beinahe-Katastrophe am 25. Juli kurz vor 14 Uhr mit einem durch Wartungsarbeiten an einem Stellwerk verursachten Kurzschluss, der das Atomkraftwerk auf einen Schlag vom übrigen Stromnetz trennte. Automatisch erfolgte daraufhin eine Schnellabschaltung des Reaktors 1. In einer solchen Situation sollen normalerweise vier Notgeneratoren automatisch anspringen und vor allem die Kühlpumpen mit Strom versorgen.Tatsächlich setze sich aber der Kurzschluss über die gesamte Versorgungskette fort, sodass sich auch die Batterien der Hilfsgeneratoren kurzschlossen.

Nur weil zwei der vier baugleichen Generatoren nach einiger Zeit gestartet und damit ein Teil der Notkühlung in Betrieb genommen werden konnte, gelang es, den Reaktor nach 23 Minuten wieder unter Kontrolle zu bekommen. Sieben Minuten später wäre die Zerstörung des Reaktors nicht mehr aufzuhalten gewesen, sagt Höglund. Mit der Folge einer nicht mehr aufzuhaltenden Kernschmelze eineinhalb Stunden später.

Das zusätzliche Problem in Forsmark: Der Stromausfall hatte zu einem Computerblackout geführt, sodass die Bedienungsmannschaft teilweise "blind" agieren musste: Viele Messgeräte funktionierten, und so bekam das Team über den Zustand des Reaktors und die Auswirkungen seiner Eingriffe selbst keine sicheren Informationen.

Die Tatsache, dass die Sicherheitssysteme nicht funktionierten, nimmt auch die staatliche Atomkraftbehörde "Statens Kärnkraftinspektion" (SKI) sehr ernst und hat eine umfassende Untersuchung angeordnet. Ingvar Berglund, Forsmark-Sicherheitschef, findet den Konstruktionsfehler von Komponenten, über die sich ungehindert eine Kurzschlusskette fortsetzt, "nicht akzeptabel": "Ich hatte davon vorher erst einmal gehört, das war bei einem russischen Reaktor."

Laut Berglund stellte sich nach dem Vorfall heraus, dass der Herstellerfirma AEG, die die fraglichen Generatoren Anfang der Neunzigerjahre geliefert hatte, diese Konstruktionsschwäche durchaus bekannt war. AEG habe es aber nicht für notwendig gehalten, dieses Wissen weiterzugeben. Im Widerspruch dazu meldete am Mittwoch die Tageszeitung Upsala Nya Tidning, AEG habe das Forsmark-AKW informiert, nachdem es einen Zwischenfall in einem deutschen AKW gegeben hatte.

Verschiedene schwedische und finnische Reaktoren arbeiten mit den gleichen Generatoren. Berglund will nicht ausschließen, dass dies ein "weltweites" Problem sein könne. Darüber habe man mittlerweile auch die Internationale Atomenergieagentur IAEA informiert.

Sowohl der AKW-Betreiber als auch die staatliche SKI weisen die Einschätzung des Forsmark-Konstrukteurs, der Reaktor habe vor einer Kernschmelze gestanden, als "übertrieben" zurück. Bei SKI hat man den Stromausfall und seine Folgen als "ernsten Vorfall" auf Stufe 2 der siebenstufigen Ines-Skala eingestuft. Begründung hierfür: Es sei keine Radioaktivität freigesetzt worden.

Ole Reistad, Abteilungsleiter der Strahlenschutzbehörde im Nachbarland Norwegen, nimmt den Vorfall allerdings deutlich ernster als seine schwedischen Amtskollegen. Im Forsmark habe man "nahe vor einer Katastrophe" und vor dem Wegfall der letzten Sicherheitsbarriere gestanden, sagte Reistad der taz. "So etwas hätte nie passieren dürfen."

taz vom 3.8.2006, S. 7, 146 Z. (TAZ-Bericht), REINHARD WOLFF
2006-08-03 15:56  | Kommentare:0
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Wed, 19 Jul 2006

Was fuer ein Scheiss!

Was für eine Scheiße es gibt...

Sauferstoffwasser fuer Hunde

Nein, ich habe das nicht gekauft, sondern an einem warmen Tag geschenkt bekommen, aber ich kann mir vorstellen, dass eine erkleckliche Anzahl von kleinen Kampfscheisserlis nix anderes mehr annehmen.

2006-07-19 16:16  | Kommentare:2


Mon, 17 Jul 2006

No Women No Cry

Wie zu erwarten war, hagelte es nach dem Hirn&Titten-Link Watschen von all den netten, hübschen und intilligennten Frauen, die mein Leben bestimmen. (Stimmt gar nicht...)

Daher denke ich, es ist Zeit für eine kleine Gegendarstellung

Frausein und Intelligenz schließen sich nicht gegenseitig aus! (Ohgoddogodogod... Muss ich das wirklich sagen? Das ist albern!)
Der von mir verlinkte Cartoon, der geeignet war, so verstanden zu werden, war ein Wihitz! Tatsächlich ist s oft gerade umgekehrt: Ich habe im echten Leben schon Frauen und Männer getroffen, von denen der/die eine viel schlauer war, als der/die andere! Auch und gerade Männer können dumm sein! (Natürlich nicht genauso dumm… eher anders dumm.)

Ich habe nach reiflicher Überlegung beschlossen, es mit Christoph Schlingensief zu halten: Ich halte überhaupt nichts davon, bestimmte Ziel- und Randgruppen sakrosankt zu sprechen, sondern finde das sogar sehr gefährlich, wohingegen ein guter Witz meiner Ansicht nach geeignet ist, Integration und gegenseitiges Verstehen zu fördern, indem er falsche Vorstellungen und Vorurteile überspitzt formuliert. Allerdings habe ich mal wieder unterschätzt, wieviel eindimensionale Dumpfbacken es im Netz gibt, obwohl mir das beim Googlen nach speziell diesem Cartoon aus den Augenwinkeln störend aufgefallen ist.

Zur Versöhnung der wahrscheinlich beste Blondienenwitz der Welt:

Zwei pigmentstärkentechnisch herausgeforderte Kolleginnen fahren jeden Morgen in der U-Bahn zusammen zur Arbeit, und lesen dabei Zeitung, meistens taz oder Emma.

Aber eines Morgens packt die eine plötzlich eine Bild-Zeitung und den Playboy aus, und beginnt interessiert zu lesen.

B1: "Was ist denn mit Dir los, warum ziehst Du Dir so eine reaktionäre Scheiße rein?"

B2: "Ach weißt Du, ich bin es einfach leid, Patriarchat, Sexismus, schlechte Bezahlung bei gleicher Leistung, verbale Gewalt gegen Frauen, und das soll ich mir jeden Morgen antun? Schau mal, hier steht, daß ich dank meiner Haarfarbe jeden beliebigen Millionär heiraten kann, der mir über den Weg läuft, und von Geburt an mit einem untrüglichen Gespür für richtig guten Sex gesegnet bin. Das stimmt zwar nicht, aber es liest sich wesentlich angenehmer!"

(Der vorletzte Satz klingt so ein bischen nach §176. Note to self: Gegendarstellung schreiben!)
2006-07-17 18:08  | Kommentare:0


Fri, 07 Apr 2006

Warum hat das Kaninchen keine Angst vor dem Panther?

Ich habe lange nicht mehr so eine wilde Fleischeslust erlebt, wie bei diesem Film (The Edge, "Auf Messers Schneide - Rivalen am Abgrund"). Sorry, liebe Veggies, aber den Bären hätte ich auch mit Freuden gekillt. Und gegessen!!!

2006-04-07 05:53  | Kommentare:0
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Sun, 19 Dec 2004

Lachs/Kartoffeln

Die Herzkönigin (ich bin dann wohl der Märzhase, oder doch der Mad Hatter?) hat Lachs gekauft, 4 Stueck, 500g. Den halb aufgetauten Lachs abgespuelt, ausgedrueckt, gesalzen und kraeftig von beiden Seiten angebraten. Gleichzeitig in einer kleinen Pfanne Zwiebeln glasig gebraten. Die Zwiebeln auf den Fisch gehaeuft, 3 geachtelte Tomaten darueber, Pfeffer, Salz, etwas Ketchup, ca. 2TL getrockneten Dill, einen Schluck Wasser, Deckel drauf und ca. 15Minuten schmoren lassen. Dazu gab es Pellkartoffeln.

Naechstes Mal das Gemuese extra schmoren, dafuer mehr (Die Herzkönigin meinte, es waere nicht genug Sauce), und den Fisch nicht so lange erhitzen.

2004-12-19 01:08  | Kommentare:5
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